Mit minimalen Veränderungen seiner Essgewohnheiten hat Beat Trutmann in kurzer Zeit abgenommen und damit verhindert, gesundheitlich Schaden zu nehmen. Der 56-jährige Betriebswirtschafter, der Diäten stets kritisch gegenüberstand, hat dank eBalance gelernt, sich ausgewogen und mit Genuss zu ernähren.
«Ich bin wohl ein typischer Fall», sagt Beat Trutmann. «Während ich in jungen Jahren nie speziell auf mein Gewicht achten musste, legte ich ab 45 langsam, aber stetig zu.» Davor habe er zwar stets gesund gegessen, sich jedoch bezüglich der Mengen wenig Gedanken gemacht. «Ich geniesse gerne, mag Wein zu den Mahlzeiten und könnte bei einem guten Brot fast endlos zuschlagen. So kam es über die Jahre zu einer schleichenden Anhäufung von Zusatzballast» – und dies, obwohl Beat Trutmann körperlich aktiver war als früher und regelmässig Mountainbike-Touren machte und ein Fitnessstudio besuchte. Was zeigt, dass Sport allein nicht reicht, um eine schlanke Linie zu bewahren.
Ende 2008 war die Schmerzgrenze erreicht: «Zwei Punkte gaben den Ausschlag, abzunehmen», erinnert sich der Betriebswirtschafter. «Zum einen hatte ich grosse Schmerzen am Bein. Mein Arzt meinte, ich brauche ein künstliches Hüftgelenk, eine Diagnose, die mir zu denken gab. Zum anderen sah ich mich auf Ferienfotos und dachte: Das gibt’s nicht, das sieht ja unmöglich aus.» Diese beiden Faktoren führten bei Beat Trutmann zu einem Grundsatzentscheid: «Ich fragte mich: Machst du jetzt etwas oder gibst du ganz auf? »Fürs Kapitulieren war es ihm zu früh, also galt es zu handeln. «Diäten gegenüber war ich immer sehr kritisch eingestellt», berichtet er. Viele der bekannten Methoden entlarvte er als gute Geschäftsstrategien jenseits einer gesunden Lebensform. «Vorübergehend eine extreme Kur zu machen, um dann wieder zum Alltag zurück zu kehren, ist in meinen Augen sinnlos.»
eBalance kannte er schon länger von Annoncen her, das Programm ordnete er zuerst auch in die Kategorie klassische Diät ein. Je länger er sich aber damit auseinandersetzte, desto klarer wurde ihm die Logik dahinter. «Da eBalance nicht alle Welt kostet, beschloss ich es auszuprobieren. Viel schiefgehen konnte dabei ja nicht.» Dennoch hatte der Kostenfaktor seine Konsequenz: «Wenn ich schon zahle, will ich es auch richtig machen», sagte sich Beat Trutmann.
Zunächst brauchte das Erfassen der Mahlzeiten etwas Übung, doch bald entwickelte er Strategien, die ihm halfen, das Programm im Alltag anzuwenden: «Da ich immer das gleiche Frühstück esse, konnte ich mit der Zeit einfach die bereits eingegebenen Lebensmittel anklicken. Wenn ich mich auswärts verpflegte, machte ich Schätzungen über die Menge und Zusammensetzung des Lebensmittel oder suchte Ähnliches in der Datenbank», sagt er. Mit nur minimalen Veränderungen seiner bisherigen Essgewohnheiten erreichte er so einen Effekt, den er heute als «dramatisch» bezeichnet. «Meine Kalorienbilanz zeigte, dass das Frühstück viel zu üppig ausfiel, also liess ich einige Scheiben Brot weg. Da meine Frau sehr gut und gesund kocht, hat sich am Abendessen dagegen nichts verändert. Bloss wenn ich im Restaurant bin, überlege ich zwei Mal, ob es wirklich die Pizza sein muss oder ob ich nicht auch mit einem Salat zufrieden bin.»
Mit diesen Massnahmen ging das Gewicht des 1,94-Meter-Mannes in rund drei Monaten um 10 Kilo runter. «Ich konnte es gar nicht fassen, gemäss Plan war ein halbes Jahr für diesen Gewichtsverlust eingerechnet», erinnert sich Beat Trutmann. «Als der Zeiger der Waage erstmals die 100-Kilo-Marke unterschritt, machte ich ein Foto der Anzeige.» Bald führte er das Online-Ernährungstagebuch nur noch sporadisch – besonders wenn er das Gefühl hatte, wieder in alte Muster abzugleiten, zum Beispiel nach den Feiertagen.
Heute ist die Gürtelschnalle für ihn ein guter Indikator, ob es gilt, aufzupassen. Üppigen Frühstücksbuffets in Hotels steht er skeptisch gegenüber: «Man isst weit über seinen Hunger hinaus», sagt er. Ihm hat beim Abnehmen zudem die goldene Regel geholfen, die ihm seine Frau schon seit Jahren klar zu machen versuchte: Langsam und bewusst essen. «So spürt man eher, wann man satt ist.» Der Genuss hat sich seither gesteigert, und auch wenn Beat Trutmann manchmal auffällt, wenn er in einer geselligen Runde aufs Dessert verzichtet, hat er nie das Gefühl, zu leiden.
Die Komplimente aus dem Umfeld haben ihn in seinem Ziel bestätigt, nie mehr übergewichtig zu werden. Auch der Hausarzt hat nur Lob für die neue schlanke Linie von Beat Trutmann, und von der gesundheitlichen Seite her blieb die Belohnung ebenfalls nicht aus: «Wohl auch dank des Gewichtsverlusts konnte die gefürchtete Hüftoperation vorerst aufgeschoben werden.»
Karolina Dankow, 07.2010
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