Joghurt – ein leichter Snack - im eBalance Blog

Joghurt – ein leichter Snack

Joghurt mit Obst, Müesli oder Nüssen aufgepeppt  ist besonders beliebt zum Frühstück, aber auch als sättigender, leichter und gesunder Zwischensnack. Auf dem Markt gibt es ein grosses Angebot an Joghurts mit verschiedenen Fettstufen oder zusätzlichen Inhalten wie Früchten, Nüssen, Schokolade oder Gewürzen wie Vanille.

Die Herstellung

Joghurt wird hergestellt indem man Milchsäurebakterien in die Milch gibt. Sie verwandeln bei Wärme den Milchzucker und Milchsäure. Dadurch gerinnt das Eiweiss und Natur-Joghurt entsteht. Die Masse ist zu Beginn heterogen, wird jedoch bei der Weiterverarbeitung glatt gerührt. Die gewählten Bakterien entscheiden, ob der Joghurt am Ende mild oder säuerlich schmeckt. Und die Fettstufe der Milch bestimmt den Fettgehalt im Joghurt.

Joghurt und Gesundheit

Joghurt enthält mit 4 Gramm Eiweiss deutlich weniger als Quark, liefert dafür aber mehr Calcium. Calcium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, welcher die Knochen und Zähne stabil hält. Calcium ist des Weiteren ein wichtiger Faktor bei der Blutgerinnung und unerlässlich für die Funktion der Körperzellen.

Joghurt mit einer Fettstufe von 1,5 % liefert nur etwa 50 Kalorien pro 100 Gramm und eignet sich daher gut für eine kalorienreduzierte Ernährung.

Einige Menschen mit  einer Lactoseintoleranz reagieren zwar auf Milch, jedoch nicht auf Joghurt, denn die Bakterien bauen einen Grossteil der Lactose ab.

 

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Probiotischer Joghurt für einen gesunden Darm

Joghurt und Joghurtgetränke trugen lange den Zusatz „probiotisch“ und galten als besonders gesund. Ihnen werden lebende Milchsäurebakterien zugesetzte, die die Darmflora unterstützen und so das Immunsystem stärken und die Verdauung fördern sollen. Die Wirkung dieser Bakterien in Lebensmitteln ist zurzeit nicht nachgewiesen. Die Versprechungen die von Herstellern in den letzten Jahren bezüglich probiotischer Lebensmitteln getätigt wurden, wurden von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit überprüft. Die positiven Einflüsse auf die Gesundheit konnten nicht bestätigt werden. Daher dürfen die Hersteller nun auch nicht mehr damit werben. Trotzdem sind noch Beschriftungen zu finden auf denen zum Beispiel der Inhalt von Bifidobakterien oder Lactobazillen dem Verbraucher positive Auswirkungen auf die Gesundheit suggerieren sollen.

Wer gesund ist, kann ohne Bedenken probiotische Produkte zu sich nehmen und auf einen positiven Einfluss hoffen oder es sich einfach schmecken lassen. Immungeschwächte und kranke Personen sollten allerdings keine probiotischen Lebensmittel ohne vorherige Absprache mit dem Arzt zu sich nehmen.  

„Normale“ Sauermilchprodukte wie Joghurt, Kefir, Dickmilch oder auch sauer eingelegtes Gemüse wie Sauerkraut haben einen positiven Einfluss auf die Darmflora. Zudem hilft eine Ernährung die reich an Nahrungsfasern ist. Nahrungsfasern sind besonders in Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten enthalten. Auch ausreichende Bewegung reguliert die Verdauung.

Fruchtjoghurt – oftmals eine Kalorienfalle

Viele Fruchtjoghurts aus dem Supermarkt enthalten unnötig viel Zucker und Zusatzstoffe. Stellen Sie daher Ihren Fruchtjoghurt am besten selber mit frischen oder tiefgefrorenen Früchten her, so können Sie Einfluss auf alle Zutaten und die Kalorien nehmen. Je weniger  Zucker Sie nutzen und je geringer die Fettstufe des Joghurts ist, desto weniger Kalorien liefert der gesunde Snack. Bei gekauftem Fruchtjoghurt sollten Sie auf die Zutatenliste achten. Je weiter der Zucker auf der Liste vorne steht, desto mehr ist enthalten. Auch Zusätze wie Schokolade erhöhen unnötig den Energiegehalt.

Nina Kabour, dipl. Ernährungsberaterin HF und Redaktorin eBalance