Marroni der perfekte Zwischensnack beim Abnehmen

Marroni der perfekte Zwischensnack beim Abnehmen

Marroni gehören zu den Nüssen enthalten aber im Gegensatz zu ihren Verwandten wenig Fett und sind dabei ebenfalls reich an Nahrungsfasern, beides sind Eigenschaften die die Gewichtsreduktion erleichtern können.  Zudem geben sie direkt vom Rost einen Snack ab, der den Magen füllt, lecker schmeckt und in der kalten Jahreszeit von Innen wärmt.

In der Südschweiz waren Marroni einst ein «Essen für arme Leute». Im Herbst wurden von diesen Baumfrüchten grosse Vorräte angelegt, die bis in den Januar eine ausreichende Versorgung mit Kohlenhydraten gewährleisteten. Als der Kartoffelanbau grossflächiger, Mais und Reis billiger wurden, verschwanden Marroni aber mehr und mehr vom Speiseplan. Heute gelten Marroni als Delikatesse. Sie werden als Stärkebeilage, pur geröstet oder süss im Dessert verwendet.

Marroni haben was zu bieten!

Marroni schmecken indes nicht nur gut, sie haben auch ernährungsphysiologisch etwas zu bieten. Ihr Nahrungsfaseranteil ist verglichen mit anderen Stärkelieferanten hoch, sie sind deshalb gut sättigend. Marroni enthalten mehr als 40 Prozent Kohlenhydrate und bestehen zu knapp 50 Prozent aus Wasser. Sie liefern jedoch nur etwa 2 Prozent Fett, damit sind sie mit Abstand die fettärmsten Nüsse und schlagen mit nur 200 Kalorien pro 100 Gramm zu Buche. Daher eignen sie sich auch in der leichten Küche gut als Zwischenmahlzeit oder als Beilage. Da Marroni glutenfrei sind, kann das Mehl von Menschen mit Zöliakie zum Backen von Brot, Kuchen und Keksen verwendet werden. Zudem punkten die Esskastanien mit B-Vitaminen, Vitamin C, Folsäure, Kalium und Magnesium.

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Marroni einfach mal selber sammeln

Wenn Sie die Herbstlandschaft mögen, sich gerne an der frischen Luft bewegen und dabei auch noch Geld sparen möchten, dann können Sie Marroni an vielen Orten genau jetzt selber sammeln. Wer noch nie Marroni gesammelt hat, ist vielleicht unsicher diese mit den herkömmlichen nicht essbaren Kastanien zu verwechseln. Kennt man den Unterschied einmal, ist das aber eine eindeutige Sache. Marroni haben eine grüne, stachelige Hülle, die Stacheln sind aber im Gegensatz zu denen der nicht verzehrbaren Kastanie sehr fein. Reif sind Marroni sobald sie vom Baum fallen und aufbrechen.

Wenn Sie doch lieber auf gekaufte Marroni zurückgreifen, haben diese von September bis März Saison. Sie kommen dabei besonders häufig aus der Türkei, Spanien, Italien und Südfrankreich, aber natürlich auch von der Schweizer Alpensüdseite. Am besten lagern Sie Marroni in offenen Körben oder Kisten an kühlen und trockenen Orten. Auf diese Weise halten sie sich bis zu drei Monate. Wenn Sie ausserhalb der Saison Lust auf Marroni bekommen, sind besonders die Tiefkühlvarianten und vakuumierte Marroni zu empfehlen.

Aus Marroni kalorienarme Vermicelles zaubern

Vermicelles sind als beliebtes Marroni-Dessert zwar fettarm, in Restaurants wird für die Zubereitung aber üblicherweise viel Zucker verwendet. Dasselbe gilt für die Fertig-Vermicellesmasse im Detailhandel. Deshalb können Vermicelles nicht als kalorienarme Zwischenmahlzeit oder Dessert empfohlen werden, zumal sie meistens mit Vanilleglace und Schlagrahm serviert werden, was die Süssspeise erst recht zu einer Kalorienbombe macht. Doch die Köstlichkeit lässt sich auch kalorienarm geniessen, sofern sie aus der eigenen Küche stammt.

Für ein leichtes Vermicelles-Rezept brauchen Sie nur tiefgefrorene, geschälte Marroni und etwas Zucker. Kochen Sie die Marroni im Dampfkochtopf etwa 15 Minuten. Pürieren Sie anschliessend die Masse und lassen Sie sie abkühlen. Danach können Sie die Vermicelles-Masse sparsam mit dem Zucker  versehen. Den fettigen Schlagrahm können Sie durch Magerquark nature oder Blanc battu ersetzen.

Heisse Marroni zubereiten

«Heissi Marroni» lassen sich übrigens auch zuhause ganz einfach zubereiten: Die Marroni waschen und die Schale auf der gewölbten Seite einschneiden. Noch nass auf ein Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei 220 °C in der Ofenmitte 40 bis 50 Minuten braten. Von Zeit zu Zeit schütteln und mit Wasser bespritzen.

Nina Kabour, dipl. Ernährungsberaterin HF und Redaktorin eBalance