Heidi Hofstetter er

TV-Köchin Heidi Hofstetter verrät uns ihre Lieblingsrezepte

Heidi Hofstetter ist eine leidenschaftliche Hobbyköchin, die es 2014 bis in die beliebte SRF-Kochsendung «Bi de Lüt – Landfrauenküche» geschafft hat. eBalance hat sie jetzt verraten, worauf sie in der Küche besonders achtet. Und sie erklärt uns, warum Salat nicht gleich Salat ist.

Wie alles begann

Vor rund 30 Jahren konnten mein Mann Peter und ich in Entlebuch (Kanton Luzern) einen Landwirtschaftsbetrieb mit alten, baufälligen Gebäuden von seinem Onkel übernehmen. Um die Tierschutzvorschriften einzuhalten, mussten wir einige bauliche Veränderungen vornehmen.

Doch nicht nur die Gebäude haben sich laufend verändert: In jenen Jahren hat ein grosser Wandel auf dem Betrieb stattgefunden, indem wir von einem Mastbetrieb mit viel Futterzukauf auf einen Milchschafbetrieb mit geschlossenem Futterkreislauf umgestellt haben. Kurzum: von Fleisch auf Milch.

Für unsere Schafmilchproduktion haben wir auf solche Tiere gesetzt, die trittsicher sind und sich ihr Futter während den Sommermonaten selber auf den Weiden holen können.

Was auf dem Hof in einer kleinen Hofkäserei begonnen hat, konnten wir laufend ausbauen und schliesslich im 2017 mit einem Neubau krönen. Dazu gehörte auch, dass wir bereits 1999 damit begannen, unsere Schafmilch selber zu verarbeiten und zu vermarkten, und dafür die Emscha GmbH ins Leben riefen. Die Emscha ist übrigens die erste und einzige Bio-Käserei in der UNESCO Biosphäre Entlebuch. 

Doch auf viel Glück folgen auch Rückschläge. Nur ein Jahr später ist mein Mann Peter beim Holzen ganz schwer verunglückt. Folglich haben wir die Landwirtsbetriebe an unsere Söhne weitergegeben.

Ich darf aber noch immer meinen geliebten Garten pflegen und für einen Sohn und seine Mitarbeiter regelmässig kochen. Und genau diese Erfahrungen möchte ich heute mit Ihnen teilen.

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Warum Salat nicht gleich Salat ist

Mein persönlicher Tipp ist, Gemüse so zuzubereiten, dass ich satt werde und mir keine Gedanken zu Kalorien machen muss. Viel frisches Gemüse bietet Abwechslung und ist gesund. Noch in bester Erinnerung ist die Aussage meiner Haushaltslehrerin:

«Salat ist gesund, wenn dieser frisch geerntet wird. Wenn ihr den gewaschenen, vorverpackten Salat auftischen wollt, müsst ihr einfach wissen, dass das blosse Struktur ist. Sieht zwar aus wie Salat, vom Vitamingehalt her gesehen könnt ihr aber ebenso gut Zeitungspapier zum Kauen auftischen.»

Was liegt also näher, als Salat selber anzubauen? So kommt er vom Garten direkt auf den Tisch, frischer und gesünder geht es nicht!

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Mein Tipp: Mut zur Spontanität

Wer Wert auf Selbstversorgung legt, kocht automatisch ökologisch und saisongerecht. Man schaut, was es aktuell zu ernten gibt und was sich daraus kochen lässt. Auch wenn es von einem Gemüse in kurzer Zeit viel zu ernten gibt, ist ein abwechslungsreicher Menüplan gefragt. Das spornt schliesslich an, kreativ zu sein und immer wieder neue Rezepte auszuprobieren.  

Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche auch Ihnen diese Spontanität und Kreativität. Meine Rezepte sollen Anregungen geben. Haben Sie den Mut, ein Rezept so anzupassen, dass es zu Ihrem Rezept wird, so wie Sie und Ihre Familie es am liebsten mögen. In diesem Sinne wünsche ich viel Spass beim Kochen. Und jetzt stelle ich Ihnen noch zwei meiner Lieblingsrezepte vor. Haben Sie Fragen oder Verbesserungsvorschläge zu meinen Rezepten? Dann schreiben Sie mir gerne an folgende Adresse: info@eBalance.ch. 

Meine Rezepte für eBalance

Chili con Carne

Auf ihre Chili con Carne schwört Heidi Hofstetter

Zubereitungszeit: 45 Minuten / Zutaten für 2 Personen

  • 400 g Hackfleisch dreierlei
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 Stk. Zwiebeln, roh
  • 3 Zehe Knoblauch, roh
  • 1 EL Weissmehl
  • 2 dl Gemüsebouillon, zubereitet
  • 4 Stk. Tomate, roh, mittelgross
  • 2 Stk. Peperoni, gelb oder rot, roh
  • 1 Stk. Chilischote, frisch
  • 150 g Borlotti-Bohnen, getrocknet
    (über die Nacht einweichen)
  • 1 Kolben Maiskolben (essbarer Anteil)
  • 2 EL Tomatenpüree, Tomatenmark
  • 1 Bund Petersilie glatt, frisch

Zubereitung

1. Öl im Bratentopf erwärmen, fein geschnittene Zwiebel langsam anbraten, bis sie leicht braun werden.
2. Hitze erhöhen und Fleisch beigeben, gut anbraten. Mehl darüber streuen, nochmals gut umrühren. Mit Bouillon ablöschen, Hitze reduzieren, Deckel aufsetzen.
3. Tomaten und Peperoni schneiden.
4. Chili sehr fein schneiden.
5. Zuckermais vom Kolben lösen.
6. Alles beigeben, Tomatenpüree darunter rühren und 30 Minuten leise kochen lassen.
7. Evtl. mit Salz und Pfeffer abschmecken.
8. Ganz am Schluss Petersilie fein hacken und dazugeben.

Passt sehr gut zu geschwellten Kartoffeln. Zusammen mit einem frischen Salat ein herrliches Mittagessen.

Lammfilet

Auch für ihr Lammfilet hat uns Heidi ihr Familienrezept verraten

Zubereitungszeit: 45 Minuten / Zutaten für 2 Personen

  • 1.5 EL Rapsöl
  • 0.5 Stk. Zwiebeln, roh
  • 250 g Lammfilet, mager, roh
  • 1 dl Bratensauce, gebunden, zubereitet
  • 0.5 Stk. Chilischote, frisch
  • 0.5 Bund Petersilie glatt, frisch
  • 100 g Karotten, roh, mittelgross
  • 100 g Broccoli, roh
  • 100 g Stangensellerie, roh
  • 200 g Vollkornreis, gekocht
  • 0.5 dl Halbrahm, 25% Fett

Zubereitung

1. Rapsöl in der Bratpfanne erhitzen.
2. Zwiebel fein schneiden, auf mittlerer Stufe anbraten, bis sie leicht braun werden.
3. Lammfilet in ca. 1,5 cm breite Streifen schneiden.
4. Hitze erhöhen und Lammfleisch mit den Zwiebeln zusammen anbraten.
5. Hitze wieder reduzieren und mit der angerührten Bratensauce ablöschen.
6. Chili und Petersilie fein schneiden, beigeben.
7. Alles ca. 15 Minuten ziehen lassen (kurz vor dem Siedepunkt – nicht kochen, sonst wird das Fleisch trocken).
8. Das Gemüse kann miteinander z.B. im Steamer gegart werden.
9. Reis kochen.
10. Erst vor dem Servieren leicht mit Kräutersalz würzen.
11. Vor dem Servieren das Fleisch mit Rahm verfeinern, abschmecken, nur ganz kurz aufkochen.
12. Zum Servieren mit etwas Petersilie garnieren.

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