Pilzarten im Überblick

Pilzarten im Überblick

Es gibt viele Menschen, die Pilze nicht mögen, sei es weil sie die Konsistenz, oder den Geschmack nicht mögen, oder finden, sie seien schwer verdaulich. Das ist an sich schade, da Pilze unseren Speiseplan gut ergänzen und bereichern. Sie haben zudem einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen, manche Pilze gelten auch seit langer Zeit als eigentliche Heilpilze. 

Hier steht die westliche Wissenschaft jedoch erst am Anfang, wohingegen viele bekannte Pilze in alten Schriften schon als Heilmittel erwähnt worden sind. In China werden einige Pilze schon seit 4000 Jahren als Heilpilz verwendet. Erst in den letzten Jahren werden hierzu auch im Westen wissenschaftliche Studien gemacht.

 

 

Nicht alle Pilze, wohl aber alle Speisepilze, sind nach ausreichendem Garen geniessbar. Einige Arten wie der Perlpilz sind roh giftig, einige enthalten Substanzen, die in Kombination mit Alkohol zu starken Beschwerden führen können, wie z. B. der Falten-Tintling.

Leider gibt es auch einige Pilze, die tödlich sein können. Dazu gehören Knollenblätterpilze, diverse Rötlinge und Haarschleierlinge um nur einige zu nennen.

Speisepilz Arten

Speisepilze sollten nur ganz frisch verarbeitet werden, da sich ihr Eiweissanteil in einem Prozess mit dem Chitin sehr schnell zersetzt und unbekömmlich oder sogar giftig werden können. Auch sollten Pilze nicht in Plastik verpackt oder transportiert werden. 

Wer Pilze jedoch mag, oder kennenlernen möchte, der wird überrascht sein, was man mit Pilzen alles machen kann. Wer kennt nicht das Steinpilzrisotto oder die Morchelsauce. Doch es gibt noch viel mehr, was man mit den tollen Früchten – denn das ist der Pilz – alles machen kann. Der eigentliche Pilz, wird Myzel genannt. Dies ist ein Geflecht, welches verborgen im Substrat – sprich in der Erde, im Mist, im Baum, an Sträuchern, Pflanzen oder toten Tieren wächst. 

Auch beim Menschen gibt es Pilze, welche genau nach dem gleichen Prinzip aufgebaut sind. Allerdings meist mit unangenehmen Folgen: Fusspilze, Schleimhautpilze, usw. welche darauf hinweisen können, dass Ihr Körper aus dem Gleichgewicht ist. 

Aber lassen wir die unangenehmen Pilze und die Giftpilze beiseite und schauen, was Sie mit Pilzen alles machen können, damit ihr Speiseplan schmackhaft und farbig wird. Der Nebeneffekt: Pilze helfen uns, den Speiseplan zu ergänzen und machen nicht dick, wenn man sie entsprechend zubereitet! Ich zähle Ihnen hier ein paar Gerichte auf, die Sie mal ausprobieren können. 

1. Gefüllte Wiesenchampignons

  • Die Wiesenchampignons füllt man mit einem fettreduzierten Frischkäse, den man vorab mit Salz, Pfeffer, etwas Knoblauch und Petersilie mischt. Die gefüllten Champignons in eine feuerfesten Form legen, etwas Weisswein oder Bouillon in die Form geben und mit Alufolie bedeckt für ca. 15 Minuten im auf ca. 180° C vorgeheizten Backofen garen.

2. Spargel mit frischen Morcheln

  • Spargel kochen und die frischen Morcheln mit wenig Butter für 6-9 Min andünsten. Mit etwas Weisswein oder Bouillon ablöschen und über den Spargeln anrichten. Fertig. 

3. Risotto con Funghi

  • Da gibt es wunderbare Rezepte bei ebalance.ch , ich nehme natürlich immer Steinpilze.

4. Ein Salatteller mit gebratenen Steinpilzen

  • Einen gemischten Salatteller nach Wunsch vorbereiten. Frische Steinpilze in ca. 5 mm dicke Scheiben schneiden, in einem EL Olivenöl ganz wenig anbraten, Salz und Pfeffer dazu und lauwarm über den Salat geben. Ein Gedicht.

5. Ein Lauchgemüse mit Kräuterseitlingen

  • Die Seitlinge in Scheiben schneiden, gibt pro Pilz ca. 4 Scheiben. Schalotten putzen und in Ringe schneiden. Knoblauch in Scheibchen schneiden. Mit etwas Knoblauch in 1 EL Öl bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten ziehen lassen. Pilze wenden. Wenn sie leicht angebraten sind, sind sie fertig. Würzen, ganz am Schluss mit ganz wenig Salz und Pfeffer, frischen Kräutern und ggf. Chili verfeinern. Über dem gekochten Lauch verteilen.

6. Eine Selleriescheibe mit frischem Trüffel

  • Selleriescheibe ca. 4 mm dick schneiden und langsam in etwas Butter dünsten, bis sie ganz weich wird. Dann auf einen Teller geben und mit einem Spiegelei garnieren. Oben drauf ganz feine Trüffelspäne hobeln. Eine Explosion der Sinne!

Von Matthias Steudler – 10.2020

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